Atmung

Ingomar Schwelz

29. September 2015

Richtig Atmen ist überlebensnotwendig

Der Atem ist eine Grundlage allen Lebens. Wenn der Mensch circa vier Minuten nicht atmet, stirbt er. In der Schöpfungsgeschichte der Bibel haucht Gott dem von ihm geschaffenen Menschen, Adam, das Leben ein. Ohne den Rhythmus des Ein- und Ausatmens ist Leben nicht möglich.

Es ist kein Zufall, dass das griechische Wort für Psyche sowohl Hauch als auch Seele bedeutet. Jeder Psychologe kennt den engen Zusammenhang zwischen dem Atem und dem seelischen Zustand. Die meisten Menschen atmen zu flach und oberflächlich, was zu einer Minderversorgung mit lebenswichtigem Sauerstoff führt. Körper und Geist können nur uneingeschränkt funktionieren. Durch zuwenig Bewegung wird dieser Zustand noch ausgeprägter.

Einatmen steht für das in den Besitz nehmen, das Erzeugen von Spannung. Ausatmen steht für geben, loslassen, für Entspannung.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist es nur allzu verständlich, dass die meisten Menschen „gierig“ einatmen aber nur unzureichend ausatmen. Unfähig, Dinge loszulassen, bauen sie sich im Laufe der Jahre Spannungen auf, die Atemnot zur Folge haben. Die Lunge wird nicht vollständig entleert und somit ist keine Entsorgung dieses lebenswichtigen Organs gegeben. Da die volle Kapazität der Lunge unter solchen Umständen nicht genutzt werden kann, ist auch nur eine begrenzte Lebensqualität, sprich Gesundheit, möglich.

Es ist für die Lebensqualität und das Wohlbefinden sehr wichtig, richtig zu atmen, das heißt das richtige Verhältnis zwischen Spannungsaufbau und Spannungsabbau zu leben. Atemübungen wie beispielsweise bestimmte Yogatechniken oder die  „5 Tibeter“ sind ein Ansatzpunkt, um eine optimale Atemtechnik zur Förderung der Gesundheit und auch des Erfolges zu entwickeln.