Lachen ist die beste Medizin

Ingomar Schwelz

30. September 2015

Über 100jährige haben meist viel Witz und Charme

Der bisher nachweislich älteste Mensch war die Französin Jeanne Calment. Sie wurde 122 Jahre alt. Bis ins hohe Alter war Madame Calment nur selten krank, geistig rege und lebte gut und gerne. Diese Eigenschaften teilte sie mit anderen über 100-Jährigen. Sehr viel Witz, Charme und eine positive Lebenseinstellung zeichnen diese Menschen aus. Selbst Schicksalsschläge können sie in ihrer Gefühlswelt nicht beirren. Sie bewerten ihr Leben trotzdem als glücklich. Und sie lachen gerne und viel.

Lachen löst eine Kettenreaktion in unserem Körper aus: Es beginnt mit der Aktivität bestimmter Hirnareale. Hormone werden ausgeschüttet, darunter auch die als „Glückshormone“ bezeichneten Endorphine. Die unterschiedlichen Hormone gelangen in die Blutbahn, verteilen sich im Körper und stoßen die Freisetzung weiterer Hormone wie Serotonin an. Dieses wiederum wirkt auf viele Organe, zum Beispiel den Magen-Darm-Trakt. Beim Lachen atmen wir besonders schnell und tief ein, die Herzfrequenz steigt, und die Durchblutung des Körpers wird angeregt. Positiv wirkt sich das Lachen auch auf die Immunabwehr aus: Es werden mehr Abwehrzellen gebildet. Selbst wer keine Methusalem-Gene in sich trägt, könnte so eine Chance haben, gesund älter zu werden: durch Lachen in der Gemeinschaft mit anderen.