Ölzieh- Kur

Ingomar Schwelz

29. September 2015

Kleiner Aufwand, große Wirkung

Das Ölziehen ist ein ebenso einfaches wie effektives Naturheilverfahren, das sich in Russland und Indien schon seit Jahrhunderten bewährt hat und jetzt auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet.

Man bewegt dabei eine kleine Menge hochwertiges Öl – am besten Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl – in der Mundhöhle hin und her, zieht es durch die Zähne und spuckt es nach zehn bis 15 Minuten wieder aus. Dies sollte täglich morgens nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen gemacht werden.

Das Ölziehen trägt vor allem auch zur Entgiftung des Körpers bei. Es stärkt die Abwehrkräfte und aktiviert die Selbstheilungskräfte.

Damit kann es gegen viele Beschwerden wie Erkrankungen der oberen Luftwege, grippale Infekte, Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich oder bei verschiedensten Zahnproblemen helfen.

Positive Effekte gibt des weiteren bei Rheumabeschwerden, Hauterkrankungen oder beispielsweise auch Magen-Darmproblemen.

Zu Beginn der Ölzieh-Kur kann es bisweilen zu einer Verschlimmerung der Beschwerden oder anderen Reaktionen wie Hautausschlägen oder Fieber kommen.

Dies ist allerdings kein schlechtes Zeichen, sondern meist Ausdruck eines verborgenen Krankheitsherdes, der durch das Ölziehen erst bemerkbar wurde.

Das Ölziehen kann auch als geistige Übung gesehen werden. Eine bewusste Wahrnehmung des körperlichen Reinigungsprozesses kann meditativen Charakter haben.

Viele Menschen sind nicht mehr geübt in sich hineinzuhorchen, was oft Ursache von vielen Gesundheitsstörungen sein kann.

Die Konzentration auf das „Herausziehen alles Schlechten“ aus dem Körper wirkt sich positiv auf die Psyche aus und kann zu einer größeren Gelassenheit bei der Bewältigung von Alltagsproblemen führen und auch zur Verminderung von vor allem chronisch auftretenden Krankheiten, die meist stressbedingt sind.